Aus den Ausschüssen: Umwelt-, Bau- und Wegeausschuss vom 9.9.2026

Bilsbekraum

Die Anfrage der BbP-Fraktion, ob und wann die Fenster im Bilsbekraum erneuert würden, wurde vom Bürgermeister bejaht. Die Arbeiten sollen im Oktober durchgeführt werden. Rolf Schwarz wies darauf hin, dass alle Nutzer rechtzeitig zu informieren sind, da z.B. zum Seniorennachmittag auch externe Vortragende eingeladen seien. 

  • Der LBV (Landesbetrieb Verkehr) saniert die Teile der Hauptstraße am 14.9.2026. Für die Arbeiten wird die Straße voll gesperrt.
  • Der WUV (Wegeunterhaltungsverband) hat alle Straßen in Prisdorf begutachtet und wird die Schäden ermitteln. Durch die Gemeinde erfolgt vor Laubfall ebenfalls eine elektronische Analyse. Die Ergebnisse werden in einem Straßenzustandsbericht vorgestellt werden.
  • Auf dem EDEKA (Marktkauf) Parkplatz ist geplant, E-Ladesäulen aufzustellen. Die Gemeinde wird dieses Thema daher nicht weiter vorantreiben.
  • Das Amt hat dem Betreiber angedroht, dass in der Gemeinde illegal abgestellte E-Roller zukünftig nötigenfalls eingesammelt und kostenpflichtig gelagert werden.
  • Der erste Entwurf für den B-Plan 11 (Werkstraße) wird voraussichtlich Ende 2026 vorgestellt werden.
  • Aktuell wird das Regenrückhaltebecken in der Straße Rehmen vom azv entschlammt.

Leitlinien für die Anwendung des BauTurbos

Dem Antrag der BbP, gemeindliche Leitlinien für die Anwendung des sog. BauTurbos aufzustellen, wurde einstimmig zugestimmt.

Prisdorf wird sich an der Schließung der Radweglücke zwischen Industriestraße und Ohlrattweg finanziell beteiligen. Die Kosten belaufen sich auf rund 80.000,- €

Die Niederschrift der Sitzung finden Sie nach Fertigstellung durch das Amt Pinnau im Bereich „Infos“.

Aus den Ausschüssen: Ausschuss für Soziales, Bildung und Sport vom 26.8.2026

Nutzungsvertrag der Mensa

Den Ausschussmitgliedern wurde die Satzung über die außerschulische Benutzung der Mensa für vorgestellt. Der §3 regelt die Zwecke wie folgt:

Bildungs- und Fortbildungsveranstaltungen, z.B.

  • Workshops und Seminare
  • Vorträge und Schulungen

Kulturelle Veranstaltungen, z.B.

  • Kleine Konzerte, Lesungen und Theateraufführungen
  • Ausstellungen

Gemeinschaftliche und soziale Treffen, z.B.

  • Treffen von Elterninitiativen der Grundschule und der KiTa, Vereinen und gemeinnützigen Organisationen
  • Seniorentreffen
  • Jubiläumsveranstaltungen

Freizeitaktivitäten, z.B.

  • Spiele- oder Bastelnachmittage

Sitzungen und Veranstaltungen der Trägergemeinden und des Schulträgers.

Ein Anspruch auf die Überlassung der Räume besteht nicht.

Veranstaltungen mit partei- oder parteipolitischen Hintergrund sind grundsätzlich nicht

gestattet.

Schulwegsicherung

Im Rahmen der bevorstehenden Arbeiten an den Sielleitungen im Hauen wurde ausführlich über eine alternative Streckenführung für Schulkinder gesprochen. Diese erfolgt voraussichtlich über die Straßen „Borsteler Weg“, „Im Hauen“ und „Neuenkamp“.

Verschiebung der Errichtung des Trimm-Dich-ParcoursBahn

Da die Sperrung des Hauen im Rahmen der Sielsanierung die Zufahrt für die Errichtung eines Trimm-Dich-Parcours am Waldrand des Hauengeheges für Baufahrzeuge ausschließt, wurde beraten, ob der Bau der Einrichtung um ein Jahr verschoben werden sollte. Die Verschiebung birgt jedoch das Risiko, dass derzeit bestehende Förderungen zu einem späteren Zeitpunkt auslaufen könnten.

Notfallinfopunkt

Die Niederschrift der Sitzung finden Sie nach Fertigstellung durch das Amt Pinnau im Bereich „Infos“.

Aus der Gemeindevertreterversammlung vom 11.3.2026

Anfragen der BbP nach §13 der Geschäftsordnung, Verkehrsberuhigung Hauen

Wir fragten an, wie weit die Ermittlung möglicher Maßnahmen zu Verkehrsberuhigung im Hauen durch das Amt Pinnau vorangeschritten sind.

Antwort:

Die Untersuchungen und Planungen erfolgen im Rahmen der baulichen Maßnahmen für die Regenwassererneuerung durch das Ingenieurbüro. Die Ergebnisse soll Ende Mai vorliegen.  

Neues Mitglied im Finanzausschuss

Mit 15 Ja-Stimmen und einer Enthaltung wurde Herr Bernd Ketelsen (BbP) als neues Mitglied in den Finanzausschuss der Gemeinde Prisdorf gewählt. Die BbP freut sich auf die Zusammenarbeit und gratuliert ganz herzlich. Für die BbP war vor ihm Morten Hardorp langjähriges Mitglied im Ausschuss. Die BbP bedankt sich im besonderen Maße bei Morten für die lange, konstruktive und kompetente Zusammenarbeit.

Jahresabschluss der Gemeinde Prisdorf für das Haushaltsjahr 2024

Nach Beurteilung von Herrn Rolf Schwarz liegt im Haushaltsabschluss 2024 eine ungeklärte Haushaltsüberschreitung in Höhe von 265.887,55 € vor. Er ist der Auffassung, dass die Summen nicht stimmen und dass diese weder beraten noch durch die Gemeindevertretung beschlossen wurden. Die BbP stellte daraufhin den Antrag, den Tagesordnungspunkt zu verschieben, bis die Zuordnung der Summe geklärt ist. Dem Antrag wurde mit den Stimmen von BZP, SPD und BbP zugestimmt.

Anpassung der Hauptsatzung der Gemeinde Prisdorf

Dem 1. Nachtrag zur Hauptsatzung wurde zugestimmt. Grund für den Nachtrag ist der in Kraft getretene Paragraph 246e BauGB, auch unter dem Begriff „Bauturbo“ bekannt.

Stellplatzsatzung

Die Gemeinde Prisdorf beschließt den Erlass einer Satzung der Gemeinde Prisdorf über die Herstellung notwendiger Kfz-Stellplätze und Fahrradabstellplätze (Stellplatzsatzung). Diese regelt zukünftig die Schaffung von PKW-Stellplätze für Errichtung, Erweiterung, Änderung oder Nutzungsänderung von baulichen Anlagen.

Vorausschauende Sicherung kommunaler Interessen durch Vorbereitung einer Satzung über ein besonderes Vorkaufsrecht

Mit einem gemeinsamen Antrag von BZP und CDU möchten die Antragsteller eine Vorkaufsrechtsatzung für die Gemeinde Prisdorf schaffen. Siehe hierzu eine ausführliche Stellungnahme in unserem Leitartikel „In eigener Sache“.

Die Niederschrift der Sitzung finden Sie nach Fertigstellung durch das Amt Pinnau im Bereich „Infos“.

Aus den Ausschüssen: Finanzausschuss vom 19.11.2025

Wesentliche Tagesordnungspunkte dieser Sitzung waren:

Mitteilungen und Eingänge

Der aktuellen Gewerbesteuereinnahmen für 2025 belaufen sich auf 1,17 Mio. €. Der Haushaltsansatz wurde gegen die Stimmen der BbP auf 1,5 Mio. € festgesetzt. Finanzexperten der BbP hatten in den Haushaltsgesprächen 2024 deutlich vor einem derartig hohen Ansatz gewarnt und ihn als unseriös bezeichnet.

Boule Anlage

Dem Plan, eine Boule-Bahn zu am Feuerlöschteich zu errichten, wurde zugestimmt. Die Investition steht aber unter dem Vorbehalt einer Förderung in Höhe von 80% durch die AktivRegion. Ferner sind mögliche Einwände des azv zu klären, dem azv unterliegt die Wartung und Instandhaltung des Regenrückhaltebeckens.

Erneuerung des Niederschlagwassersiels im Hauen

Ein Angebot des azv, sich an der Straßenerneuerung zu beteiligen, wurde intensiv beraten. Hatte man 14 Tage vor dieser Sitzung im Umwelt-, Bau- und Wegeausschusses noch einstimmig (!) beschlossen, den zuständigen Bauingenieur zu einem vor Ort Termin einzuladen, um technische Fragen zu klären, wollte die CDU-Fraktion von diesem Beschluss nun nichts mehr wissen. Der bereits jetzt schon defizitäre Haushalt der Gemeinde wird somit in 2026 um 650.000,- € belastet.

Notfallinfopunkt

Für die Einrichtung eines Notfallinfopunktes prüft die Gemeinde derzeit, ein notwendiges Notstrom-Aggregat von der Freiwilligen Feuerwehr zu übernehmen. Die Freiwillige Feuerwehr erhält dafür ein leistungsfähigeres Modell.

Energetische Sanierung des Bilsbekraumes

Seitens der BbP wurde die Frage gestellt, warum man von der Erstellung eines sog. Individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) Abstand genommen hatte. Dieser wäre für eine 20%ige Förderung Voraussetzung. Dem Bürgermeister war dieser Sachstand nicht vertraut. Es wurde beschlossen, diesen Punkt bis zur Gemeindevertretersitzung am 3.12.2025 zu klären.

Haushaltsplan 2026

Der in der Sitzung vorgestellt Haushaltsplan weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.366.300,- € aus (Ausgaben: 7.440.900,- €, Einnahmen: 6.074.600,‑ €). Im Vorjahr lag das Defizit es noch bei 740.100,- €. Es sollte hier nicht unerwähnt bleiben, dass dank des persönlichen Engagements von Harm Kähler (Amtsvorsteher des Amtes Pinnau), der einen Förderantrag für den Mensaneubau persönlich um Mitternacht in Kiel in den Postkasten des Finanzministeriums gesteckt hat, Prisdorf ungeplante 1.100.000 € Förderung beschert hat. Ohne diese Förderung hätten wir aktuell in 2026 ein Haushaltsdefizit in Höhe von 2.466.300,- €. Siehe hierzu auch unseren Artikel „In eigener Sache“.

Die Niederschrift der Sitzung finden Sie nach Fertigstellung durch das Amt Pinnau im Bereich „Infos“.

Sachstand zu den Forstarbeiten am Hauengehege im Juli 2026

In der Gemeinde Prisdorf haben die im Hauengehege durchgeführten Forstarbeiten zu vielfältigen Reaktionen seitens der Einwohner geführt. Die BbP möchte hierzu im Folgenden informieren.

Betroffen ist ein Teilstück des Hauengeheges, hier mit „Staatsforst“ bezeichnet, nicht das ganze Waldgebiet:

Wie der Name schon sagt, ist der Eigentümer des Forstabschnitts das Land Schleswig-Holstein, nicht die Gemeinde Prisdorf.

Anlässlich der Reaktionen vieler Einwohner hat sich die BbP am Fr., den 17.7.26 per Mail mit folgenden Fragen an die Schleswig-Holsteinische Landesforsten (AöR) gewendet. Wir haben folgende Fragen gestellt:

  1. Ist es richtig, dass weder das Amt Pinnau noch der Bürgermeister über die bevorstehenden Arbeiten informiert wurden?
  2. Falls das der Fall ist, so bitte ich um Informationen, ob diese Vorgehensweise üblich ist?
  3. Ist es für Waldpflegemaßnahmen unumgänglich, im Forst eine Schotterstraße für die Ausführung einzurichten?
  4. Wird diese nach Abschluss der Maßnahme vollumfänglich zurückgebaut?

Die Antwort folgte umgehend noch am So., den 19.7.26 durch Herrn Dr. Chris Freise, Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, und lautete wie folgt (aus Datenschutzgründen wurden personenbezogene Daten entfernt):

Sehr geehrter Herr Bothe,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 17.07.2026 zu den laufenden Forstarbeiten im Hauengehege. Unser Pressesprecher, Ionut Huma, ist am Montag wieder im Dienst. In der Vertretung ist Ihre E-Mail bei mir aufgelaufen und ich möchte Ihnen eine kurze Antwort zukommen lassen.

Aus Ihren Zeilen entnehme ich grundsätzlich eine starke Identifikation mit dem Wald im Hauen und dem Landschaftsbild Ihrer näheren Umgebung. Das finde ich grundsätzlich sehr positiv, weil das die gleiche Grundmotivation ist, die mich und meine Kolleginnen und Kollegen zu unserem Beruf gebracht hat. Alle Maßnahmen der Waldentwicklung bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) basieren auf einer 10jährigen Inventur, der so genannten Forteinrichtung. Das Leitbild dieser Planungen ist ein standortgerechter, gemischter Wald, der aus möglichst vielen verschiedenen Baumarten besteht und auch dreidimensional möglichst strukturreich aufgebaut sein soll. Langfristig wird in dem Wald, der uns anvertraut ist, nicht ein Baum mehr eingeschlagen, als dort auch wieder nachwächst. Wir unterliegen einem umfangreichen Regelwerk. Zusätzlich schauen uns als eine Art grüner TÜV regelmäßig die Auditoren zweier Zertifizierungssysteme (FSC und PEFC) auf die Finger. Bei den Fichten im Hauengehegei ist die Situation aufgrund von Vorschäden durch Trockenheit und Borkenkäfer sowie der nahen Bebauung und eingeengten Lage recht anspruchsvoll. Daher ist im Vorfeld nach bestem Wissen und Gewissen für die örtlichen Gegebenheiten ein spezielles Konzept angepasst worden.

Zu Ihren konkreten Fragen:

  1. Zu den anstehenden Maßnahmen im Hauengehege ist zur Information der Öffentlichkeit eine Pressemitteilung der SHLF erstellt und am 09.07.2026 veröffentlicht worden. Der Informationstext steht immer noch auf unserer Homepage (https://www.forst-sh.de/presse/meldung?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=663&cHash=cad826f613945a50fb127249d4077e03), ist über Instagram in den Sozialen Medien verbreitet und auch von lokalen Medien aufgenommen worden. Wir waren davon ausgegangen, hierdurch eine ausreichende Reichweite zu erzielen. Ihre Anregung den Text auch direkt an die örtliche Gemeinde zu senden, nehme ich gerne auf. Das wird am Anfang der kommenden Woche per E-Mail nachgeholt.
  2. Es ist nicht üblich, dass jede Durchforstungsmaßnahme im Vorfeld intensiv mit Pressemitteilungen kommuniziert wird. Weiterhin gibt es keine Pflicht, derartige Maßnahmen im Vorfeld bei der örtlichen Gemeinde formal anzumelden. Wenn wir wissen, dass vor Ort auf eine enge Informationen Wert gelegt wird (z. B. aus der örtlichen Erfahrung bei regelmäßigen Arbeiten in sehr stadtnahen Waldgebieten), haben sich dort im Lauf der Zeit eigene lokale Verteiler entwickelt.
  3. Bei der „Schotterstraße“ handelt es sich um die Instandsetzung einer vorhandenen Wegelinie. Der alte mit Kies unterbaute Untergrund war nicht mehr ausreichend tragfähig. Wie jeder andere multifunktionale Waldweg dient auch dieser Weg vor dem Hintergrund der aktuellen Maßnahme der Holzlagerung und dem Transport. Die Instandsetzung erfolgte wie üblich in rein wassergebundener Bauweise mit gebrochenem silikatischen Natur-Material. Von der Seite grünen solche Linien bereits ein Jahr nach der Instandsetzung erfahrungsgemäß intensiv ein. Das oberflächlich eingetragene Erdmaterial wird diesen Prozess beschleunigen.  
  4. Das ist bis jetzt nicht geplant. Der Prozess des Einwachsens kann aber ggf. durch die Art und Weise der Arbeitsausführung positiv beeinflusst werden (Eintrag Bodenmaterial bewusst zulassen oder abschieben).

Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne ab Montag wieder an Herrn Huma (Pressesprecher „Schleswig-Holsteinische Landesforsten“, Anmerkung des Autors) oder auch gerne direkt an den vor Ort zuständigen Revierförster der SHLF, Ingwer Simonsen (Revierförsterei Kummerfeld), wenden. Herr Simonsen ist sehr bemüht, aktiv zu kommunizieren und plant nach meinem Kenntnissand auch bei Bedarf eine öffentliche Führung anzubieten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Chris Freise

Sollte es zu dem Thema weitere offene Fragen und/oder Anmerkungen geben, so freuen wir uns über Ihre Nachricht, gerne auch über das Kontaktformular unserer WEB-Seite.

Uwe Bothe, Bürger bewegen Prisdorf

Bürger bewegen Prisdorf